Tag 4: ABBRUCH

Als ich heute morgen aufgestanden bin war mir direkt klar: Ich muss das Experiment abbrechen. Es ging einfach nicht mehr, mein Körper schrie nach allem was tierisch ist. Da hab ich mir erstmal wieder ne leckere Schüssel Müsli mit richtiger, echter Kuhmilch gegönnt. Schande über mein Haupt, aber vegane Ernährung ist echt nichts für mich. Es schmeckt alles nicht schlecht und abgesehen davon das es recht teuer ist, gibt es für so gut wie jedes Lebensmittel einen Ersatz. Aber mir ging dieses ganze nachdenken, was man essen kann und das ständige lesen der Etiketten, ob auch wirklich nichts tierisches im Produkt enthalten ist, mit der Zeit total auf die Nerven. So bin ich einfach nicht, ich ess wann ich Hunger hab und will mich nicht den ganzen Tag damit beschäftigen.

Klar denk ich auch über meine Ernährung nach, aber eben nicht in dem Maße, sondern mehr in sportlicher Hinsicht, sprich ich achte auf Kohlenhydrate und Eiweiß. Und gerade die Eiweißmenge ist mit veganer Ernährung deutlich schwerer zu erreichen als normal. Wenn man bedenkt das man, wenn man Muskeln aufbauen will, 2-3 Gramm pro Kilo Körpergewicht an Eiweiß pro Tag aufnehmen sollte, wären das bei einem Körpergewicht von beispielsweise 80 Kilogramm 160 – 240 Gramm Eiweiß am Tag. Das ist bei „normaler“ Ernährung schon ein schwer zu erreichender, aber mit Eiweißshakes, Milch und Puten- bzw. Hähnchenfleisch durchaus machbarer Wert. Doch genau diese Produkte standen mir alle nicht zur Verfügung. Gekoppelt damit, dass ich allgemein ein bisschen weniger gegessen habe, weil ich schlicht nicht mehr die Auswahlt hatte wie sonst, führte das zu einer zwar geringen, aber eben zu einer Gewichtsabnahme. Und das kann und will ich mir einfach nicht erlauben, denn nur für dieses einwöchige Experiment sehe ich es nicht ein, mich in sportlicher Hinsicht zurückwerfen zu lassen.

Und heute nach dem Sport das erste mal wieder nen Eiweißshake zu trinken war einfach der Wahnsinn.

           

So viel zu meinen Gründen des Abbruchs. Im Endeffekt kann ich sagen, dass vegane Ernährung einfach nichts für mich ist. Ich verurteile niemanden der sich so ernährt, halte es aber dennoch für Schwachsinn, weil mir Sachen wie Milch, Fleisch, Käse, Wurst usw. einfach zu gut schmecken und ich finde, dass sie zu einer guten Ernährung dazu gehören. Warum quälen, wenn es auch so geht ? Wenn man diese Produkte tatsächlich alle aus geschmacklichen Gründen nicht isst, was ich kaum glauben kann, da es dafür einfach zu viele sind, dann kann ich es natürlich nachvollziehen, aber diese „ich ess kein Fleisch, weil da werden ja Tiere ausgebeutet und schlecht behandelt und sowieso ist die Welt böse“ – Einstellung kann ich nicht verstehen. Es wird die Welt sicher nicht besser machen, wenn ein paar Leute tierische Produkte boykottieren und alle die nicht so sind verurteilen. Von den wirtschaftlichen Folgen, wenn  theoretisch tatsächlich alles was damit zutun hat eingestellt werden sollte, mal ganz zu schweigen. Dann können wir uns gleich alle wieder Blätter um die Lenden binden und wie die Tiere leben.

In diesem Sinne: That’s Life, Bitch !

p

Puls

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  1. hätte ich auch gemacht.

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